Meine Betrachtungen zum Klimawandel beginnen mit diesem Satz:
"Unser Wetterbericht ist nicht in der Lage, das Wetter der nächsten 100 Tage auf +/- 10 Grad genau vorherzusagen. Aber für die nächsten 100 Jahre will man die Erderwärmung auf 0,1 Grad Celsius genau kennen. Die so genannten "Pariser Klimaziele" [80] sind nicht auf Wissen, sondern auf Glauben gebaut. Dabei können wir, wie das UN-Gremium IPCC beweist (siehe Abb.1c), noch nicht einmal eine globale Erderwärmung genau bestimmen."
Wie auf anderen Seiten zu ersehen, hat der Autor die Mikroelektronik mit aufgebaut. Mikroelektronik wurde zur Disziplin der Simulationen schlechthin, weil es unmöglich ist, am fertigen IC auch nur einen einzelnen Transistor von hunderttausenden nachzumessen.
Ohne Simulation ginge in diesem Bereich nichts: Kein einziger Schaltkreis (Integrated Circuit, IC) würde funktionieren. Weder hätten wir Handies, noch Internet, GPS, PCs oder Industrieautomation.
Hätten Mikroelektroniker nicht initial Simulatoren für alle Entwurfsebenen entwickelt bzw. zur Verfügung gehabt, gäbe es heute keine digitale Welt.
Was macht Simulationen aus? Anhand einer Elektrik-Simulation läßt sich das ganz gut nachvollziehen.
Zunächst entwickelt man Testfelder der Transistoren, die auf das Silizium integriert werden sollen. Jeder Transistor erhält eigene Bondinseln, um ihn vermessen zu können. Eine Siliziumscheibe wird einem Testfeld präpariert. Daran werden die Transistorkennlinien vermessen. Daraus entsteht ein mathematisches Modell des Transistors für das Simulationsprogramm.
Schlußendlich erhält jede Siliziumscheibe (die hunderte ICs hat) zusätzlich ein winziges Testfeld. Sollte eine Scheibe eine zu geringe Ausbeute (keinen oder wenige, funktionierende IC) haben, so kann man wenigstens das Testfeld nachmessen um zu verstehen, wo das Problem liegt. Oder man kann das Transistormodell entsprechend modifizieren, bis es auch dieses Ergebnis exakt wiedergibt.
Zusammengefaßt bedeutet Simulation also immer, ein exakt verifizierbares Modell der Realität entwickeln zu können.
Zurück zu den "Pariser Klimazielen".
Liegt Ende Februar 2023 auf Mallorca der Schnee einen Meter hoch, sprechen wir nicht von Erderwärmung. Hat der Nordpol zum Sommerende 2021 die größte, je aus dem All fotografierte Ausdehnung der Eisfläche, sprechen wir auch nicht von Erderwärmung. Es ist nicht einmal eine Meldung wert. Schauen wir uns die New-Yorker Freiheitstatue an, so versank diese um keinen Zentimeter in hundert Jahren im "stetig ansteigenden Meeresspiegel".
Haben wir aber einen milden Winter oder einen heißen Sommer, ist das Geschrei groß. Sofort wird auf allen Kanälen tagtäglich dutzende mal eine Erderwärmung heraufbeschworen.
Auch bei "Pariser Klimazielen" geben Klima-Modellentwickler vor, Simulationen zu machen. Leider aber können sie der Atmosphäre keine einzige Wetter-Aufgabe stellen, anhand deren Erfüllung oder Nichterfüllung ein Simulationsmodell verifizierbar wäre. Hätten wir in der Mikroelektronik so gearbeitet (ohne Testfelder), gäbe es bis heute wohl keinen einzigen, funktionierenden IC. Das digitale Zeitalter hätte nicht stattgefunden.
Als Mikroelektroniker wird man also zutiefst mißtrauisch, wenn man nur von den sogenannten "Pariser Klimazielen" hört.
Stellt sich die Frage, wo Wissenschaft anfängt und wo sie aufhört. Und wo Wissenschaft ihre Unschuld verliert. Bei den Pariser Klimazielen hat sie m.E. ihre Unschuld verloren. Wissenschaftler liefern die Ergebnisse, die ein Zuwendungsgeber erwartet.
Mein Appell an die Kollegen Klimaforscher: Bitte bedenken Sie, welche Hysterie sie im gemeinen Volk mit ihren "Forschungsergebnissen" und Klimaprognosen auslösen. Und welchen Sinn es macht, damit die Einführung untauglicher Technologien zu fördern, die noch mehr Kohlendioxid produzieren und die zwanzig Jahre später nur riesige Müllhalden angereichert mit Lithium, Kobalt, Samarium, Nickel, Neodym, Barium, Strontium, Galliumarsenid, Aluminium oder Kupfer hinterlassen werden. Die aber bis dahin den kostbarsten und vergänglichsten Rohstoff der Erde, fossilen Kohlenstoff, in aber Milliarden Tonnen verschlingen werden.
Das der wissenschaftlich-technische Fortschritt des vergangenen Jahrhunderts einen Wohlstand ausgelöst hat, der sich nur in der weltweiten Bevölkerungsexplosion der letzten fünfzig Jahre ausdrücken läßt, bedeutet nicht, daß dieser Wohlstand nicht ganz schnell implodieren kann, wenn man übereilt auf untaugliche Technologien setzt.
Was aber heißt Implosion des Wohlstands? Es heißt, daß weniger Menschen ernährt werden können. Milliarden Menschen werden verhungern oder erfrieren.
Denken wir nur an das Potential, welches Dezentralisierung statt Zentralisierung auf allen Ebenen hätte: Millionen Wege würden verkürzt, Verkehrs-Chaos würde verschwinden, Fahrräder könnten PKW ersetzen. Die Hälfte des Kohlendioxids würde gar nicht erst produziert.
30.3.2023
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